Ryanair-Flugzeug in Linz gepfändet

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Ein Flugzeug von Ryanair wurde am Flughafen Linz, 180 Kilometer von Wien entfernt, vorsorglich beschlagnahmt, nachdem die irische Fluggesellschaft einer Passagierin eine Entschädigung in Höhe von 890 Euro für einen Flug mit mehr als 13 Stunden Verspätung nicht gezahlt hatte, berichtete der österreichische öffentlich-rechtliche Sender ORF am Dienstag (10.03.2026).

Die vom Gericht angeordnete Vorsichtsmaßnahme wurde durch Anbringen eines Aufklebers auf dem am Flughafen geparkten Flugzeug durchgeführt, der es als in Österreich gepfändetes Gut kennzeichnet.

Die Entscheidung, die aufgrund der Tatsache, dass sie ein Passagierflugzeug betrifft, ungewöhnlich ist, ist das Ergebnis einer Klage einer Frau, die im Juli 2024 zusammen mit zwei Begleitpersonen nach Mallorca reisen sollte und aufgrund der enormen Verspätung einen alternativen Flug suchte, den sie aus eigener Tasche bezahlte.

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Die Verspätung und der Umtausch der Tickets verursachten zusätzliche Kosten und Zinsen, die den geforderten Betrag laut ORF auf 890 Euro erhöhten. Da Ryanair ihr dieses Geld trotz mehrerer Aufforderungen nicht zurückerstattete, leitete der Anwalt der Betroffenen rechtliche Schritte ein und erwirkte eine günstige gerichtliche Entscheidung, die zur Pfändung des Flugzeugs führte.

Ein Gerichtsvollzieher, der am Flughafen Linz erschien, versuchte sogar, den Betrag vom Piloten des Flugzeugs einzuziehen, aber die Besatzung verfügte über kein Bargeld, da Zahlungen an Bord nur mit Karte möglich sind. Infolgedessen nahm der Gerichtsvollzieher die formelle Pfändung des Flugzeugs vor.

Sollte Ryanair die Schulden nicht innerhalb einer angemessenen Frist begleichen, könnte das Flugzeug sogar versteigert werden, warnte der Anwalt der Klägerin in einer Erklärung gegenüber der Regionalzeitung „ÖON”.

Quelle: Agenturen